Ja ich weiß, ich war dieses Jahr bereits einmal in Armenien. Aber dieses Land ist etwas ganz Besonderes und ich musste einfach noch einmal hin! Wenn ihr mehr über Armenien wissen wollt lest auch gerne meinen ersten Artikel aus dem Mai/Juni: Was wisst ihr über Armenien? Ich habe diesmal nur die Sehenswürdigkeiten detailierter beschrieben, die ich nicht schon im Artikel zuvor genannt habe.

Leider hatte ich diesmal nur 6 Tage Zeit, aber wir hatten super viel Programm und es war wunderbar Armine wiederzusehen! Sie hat Evi und mir etwas wirklich Tolles zusammengestellt und uns durch das ganze Land gefahren!

Am ersten Tag nach Ankunft und spätem Frühstück haben wir uns zuerst die Kaskade angesehen. Wir waren ja im Hotel Kaskade gleich daneben. Danach ging es weiter zum Matenadaran, dem Handschriften-Museum und UNESCO Weltkulturerbe. Diesmal habe ich keine Fotos von den Schriften gemacht sondern mich voll und ganz auf die Führung konzentrieren können! Danach haben wir uns noch richtig schöne Orte in der Stadt Jerevan, wie einen kleinen Hinterhof mit Kunsthandwerk, angesehen und zum Abschluss in dem Lokal Rehan noch ein vorzügliches Abendessen genossen!

Kaskade Kunstladen Abendessen

Tag zwei ging es auch schon los. Wir sind mit dem Auto zuerst zum nahegelegenen Felsenkloster Geghard gefahren. Auch diesmal hatten wir Glück und konnten einen kurzen Teil des Chorgesangs in der unglaublichen Akustik der Kirche genießen. Danach fuhren wir zur Symphonie der Steine, den unglaublich gewaltigen Basaltformationen unterhalb des Garni Tempels, den wir natürlich auch besichtigt haben.

Geghard Symphonie der Steine Bäder beim Garni Tempel

Danach ein Mittagessen im familiären Lokal Mer Ojakh gleich im Ort Garni. Hier durften wir den Damen bei der Herstellung von Lavash zusehen und das frisch gebackene Brot dann auch gleich essen! Und Weinblätter (Dolma) gab es auch noch! Ich war wieder mal im 7. Himmel beim Essen!

Lavash Dolma

Als nächstes sind wir dann zum Kloster Chor Virap gefahren das ganz Nahe der türkischen Grenze unweit vom Ararat liegt. Letztes mal hatten wir hier ja leider super schlechtes Wetter, aber diesmal hat uns die Sonne gelacht und wir konnten sogar den Ararat erkennen!

Ararat Chor Virap

Armine hat dann noch eine lange Fahrt in Kauf genommen und wir sind bei Sonnenuntergang in Hermon im idyllischen Hotel Lucy Tours weiter im Süden des Landes angekommen. Am nächsten Tag hat sie uns dann gleich nochmal zweieinhalb Stunden pro Richtung zum wunderschönen Kloster Tatev gefahren.

Das Kloster, das man mittels Seilbahn “Die Flügel von Tatev” anfliegt (nicht fährt!) ist etwas ganz Besonderes - wunderschön auf einem Felsen gelegen. Auch hier hatten wir wieder Traum-Wetter!

Ausblick Tatev Da drüben!

Der nächste Morgen hat dann gleich abenteuerlich begonnen - und zwar mit einer Offroadfahrt zur Festung Smbataberd. Der Fahrer hat uns ca. eine halbe Stunde gut durchgerüttelt, dann sind wir erstmal beim Kloster Tsakhats Kar angekommen. Von dort aus hat man bereits den ersten Blick auf die Festung. Tsakhats Kar ist ein ehemaliges Kloster das aus einer gut erhaltenen Täufer-Kirche aus dem 11. Jahrhundert und einer Grabkirche aus dem 10. Jahrhundert besteht.

Tsakhats Kar Tsakhats Kar und Festung im Hintergrund Smbataberd

Smbataberd ist die Ruine einer mittelalterlichen Festung, die im 10. Jahrhundert ausgebaut wurde und bis zu ihrer Eroberung durch die Mongolen im 13. Jahrhundert im Besitz der Orbelian-Fürstenfamilie war. Die Festung hat eine Fläche von 6,5 Hektar an der Südspitze einer Hügelkette. Die Festung selbst war menschenleer und unglaublich beeindruckend gelegen! Und der Wettergott war uns auch heute wohl gesonnen!

Smbataberd Smbataberd Smbataberd

Dann ging es weiter zum Sewansee wo wir zunächst einmal Kaffee und Kuchen am Strand im Hotel und Teehaus Bashinjaghyan genossen und uns ein bisschen gesonnt haben. Dann weiter zum Kloster Sevanavank und noch eine kleine Bootsfahrt am See bevor wir in das wunderschöne Hotel Aurelia in Dilijan weitergefahren sind.

Sevansee Sevanavank Bootsfahrt

Dann eine kleine Wanderung durch den Nationalpark zu einem kleinen aber feinen Wasserfall und dann zum Kloster Haghartsin. Dort waren sehr viele Leute aber wir konnten es trotzdem sehr genießen! Das Kloster Haghartsin ist aus dem 10. Jahrhundert. Der Klosterkomplex besteht aus mehreren Kirchen, zwei Gawiten, einer Grabkammer von zwei Königen aus der Dynastie der Kiurikiden und einem Refektorium. Zu den ältesten Gebäuden des Klosters gehört die Kirche Surb Grigor (Gregor der Erleuchter) aus dem 10. Jahrhundert. Das Bauwerk ist eine Kreuzkuppelkirche mit Seitenkapellen in allen vier Ecken. Von außen ist das Gebäude rechteckig. Im Inneren ist der Grundriss kreuzförmig.

Nationalpark Versteckter Wasserfall Haghartsin

Und schließlich ging es weiter in die Kulturhauptstadt Gyumri. Auch hier wieder ein exquisites Hotel - Old Avenue mitten in der Fußgängerzone des alten Stadtzentrums. Gyumri wurde bei einem gewaltigen Erdbeben in 1988 fast vollständig zerstört. Die russischen Plattenbauten in weiten Teilen der Stadt hielten nicht stand und forderten ca. 25.000 Menschenleben. Die Innenstadt mit den alten Bauten hat das besser überstanden aber auch die beiden Kirchen mussten wieder renoviert bzw. neu aufgebaut werden. Nach einem kleinen Spaziergang und einer ehrwürdigen Kutschenfahrt sind wir in ein riesiges Fischlokal Cherkezi Dzor essen gegangen. Auch hier wie immer ausgezeichnet. Mehrere geräucherte Forellen und andere Köstlichenkeiten als Vorspeise und dann noch der selbstgezüchtete Stör als Hauptgang!

Altstadt Kutschenfahrt Erlöserkirche Lachsforelle

Nach einem Frühstück in der Bäckerei Aregak, die behinderte Menschen unterstützt, sind wir zurück Richtung Jerevan gefahren. Natürlich durfte unterwegs ein Besuch im Vatikan Armeniens - Edschmiatsin - nicht fehlen! Und als gelungener Abschluss noch eine Weinverkostung mit Essen im Weinbau Alluria. Hier durften wir den Weinkeller besuchen und zum Essen die tollen einheimischen Weine probieren. Einmal noch ein Abschiedsspaziergang durch Jerevan und dann mussten wir leider wieder nach Hause fliegen!

Edschmiatsin Alluria Essen Oper in Jerevan

Hier zu allen Fotos… ich denke, ich komme wieder!

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